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Online-Projekt kulturzukunft.de


Am 07. Juli 2002 startete Christian Hof das Online-Projekt kulturzukunft.de als einen nichtkommentierbaren Blog, der zunächst das Faible des Künstlers für Musik, Filme, Gedichte und Bücher objektiv reflektierte. Es folgte der Einblick in Kindheitserinnerungen und Kunstkritik, zwischen 2002 und 2003 diente kulturzukunft.de außerdem als persönliche Inspirationsquelle und Plattform für mehr als 60 Gedichte, deren poetische Titel sich heute in vielen Werken des Künstlers wiederfinden.

2004 bildeten 874 Ausdrucke aus der damals knapp 900 Einzelseiten umfassenden Webseite die Grundlage für die Installation "Netze von Gefühlen schweben unsichtbar und sanft im Raum", welche als erste Arbeit im Werkverzeichnis des Künstlers dokumentiert ist. Es folgten anschließend noch weitere Arbeiten aus dem Datenpool der Präsenz.

Negative Reaktionen auf das immer stärkere Einbringen persönlicher Positionen, die auch Personen im Umfeld des Künstlers betrafen, führte 2005 zu einer Abspaltung privater Themen in einen geschlossenen Bereich, der bis heute mehr als 3700 Artikel umfasst und als recherchierbares Tagebuch dem Künstler als Verortungshilfe dient.


Gerade Beziehungsthemen, Auseinandersetzungen mit Künstlerfreunden und die Aufarbeitung unangenehmer persönlicher Ereignisse bildeten in der Vergangenheit ein konfliktreiches Spannungsfeld, das der Privatsphärenproblematik heutiger Tage im Selbstversuch weit vorausgegriffen hatte. Dennoch nutze Christian Hof weiterhin das Öffentlichmachen seiner Positionen, um den medialen Effekt von Blogs, Suchmaschinen und der damit einhergehenden zeitlichen Verschiebung erlebter Realität in den virtuellen Raum zu erforschen. Die Resultate flossen nicht selten inhaltlich in andere Werkprozesse ein.

Am 30. Oktober 2010 endete dieses Projekt für die Öffentlichkeit, 2500 Einzelseiten wurden im Zuge der Stilllegung vom Netz genommen. Seit Sommer 2011 wird auch der private Bereich nicht weiter aktualisiert.